Jörn Zacharias

 Leben.

Was habe ich mir dabei gedacht?

"Nun sieh selbst."

Herzlich willkommen.

Wunderbar

 

Ich verwundere mich

wenn ich

Wunden heilen lasse

und mich lebend

wundernd erfasse.

 

Wenn Wunden

Wunder werden

und Freude

aus Beschwerden.

 

Weil es diese

Wunder Wunden gibt

die wirklich heilen.

Und dann

ist man verändert:

 

Eine Wunderbare.

 

Ein Wunderbarer.

 

Für Soheyla

Du darfst Dich zeigen

 

Zeit zu denken

Zeit sich zu verschenken.

Die Zeit ist

zum Glück

vorbei

sich dafür zu verrenken.

Wir erblühen, wachsen

ganz von selbst.

Wenn wir uns

in unserer eigenen Form

Zuwendung schenken.

 

Das sagt mir mein Leben:

 

Du darfst dich zeigen.

Mit all Deinen Stärken und Macken.

Ein großer Mensch darfst Du sein

und auch klein wie ein Kind.

Mal langsam

mal still.

Mal stürmisch

geschwind.

Im Lebenswind.

 

Lass dich

mit all Deinen Stärken

und Schwächen gern sehen.

Damit auch die Anderen

Deine eigene Art

gut verstehen.

Denn nur wenn man auch

seine Schwäche zeigt

ist man wirklich.

Für Gemeinsamkeit bereit.

 

25.11.2022

Der wunderbare Wald

 

Es war einmal eine Birke, die lebte in einem Wald neben einer Buche. Beide konnten sich nicht sehen, denn sie hatten ja keine Augen.

Die Buche war schon älter und die Birke war später hier gewachsen.

Die Buche erzählte der Birke viele Geschichten, denn sie wollte ihr helfen, eine große starke Buche zu werden.

Und die Birke gab sich alle Mühe, stark und mächtig wie eine Buche zu sein.

Die Jahre vergingen. Die Buche merkte irgendwann, dass die Birke keine richtige Buche wurde und fing an, ihr Vorwürfe zu machen. Die Birke war sehr unglücklich darüber, dass sie es nicht schaffte, eine richtig starke Buche zu werden. So wie die anderen Bäume. Sie war so unglücklich, dass sie aufhörte, zu wachsen.

Sie wollte, wenn sie schon keine starke Buche werden konnte, am liebsten klein bleiben, um nicht aufzufallen.

Damit sie nicht ständig merken musste, dass sie nicht war, wie die anderen Bäume.

So blieb die Birke klein und schwach. Und sie wurde anfällig für viele Holzkäfer, die sich über das weiche Holz freuten und sich in ihr niederließen.

 

Eines Tages kam ein Specht vorbei. Er sah diesen köstlichen Schmaus, den er in der Birke finden konnte.

Er begann, das Holz der kleinen Birke von den Käfern zu befreien.

Die Birke mochte das Klopfen und die Pflege des Spechtes sehr gerne.

Die Beiden fingen an, sich zu unterhalten.

Sie plauderten ein bisschen. Irgendwann sagte die Birke zum Specht:

„Warum sagst Du ständig Birke zu mir. Ich bin doch eine Buche. Ja, vielleicht bin ich nicht so stark wie die anderen, aber deshalb musst Du mich doch nicht Birke nennen.“

Der Specht musste lachen und sagte: „Was erzählst Du denn da. Du bist doch keine Buche. Du bist eine wunderschöne, helle, feine Birke.“

Da erschrak die Birke und sagte: „Das finde ich nicht nett von Dir, dass Du mir Lügen erzählst. Jeder Baum hier weiß doch, dass ich eine Buche bin. Und die anderen Bäume sind sowieso schon unzufrieden mit mir, weil ich nicht so eine gute Buche bin wie sie.“

 

Da erkannte der Specht, was mit der Birke und den Buchen geschehen war. Sie hatten keine Augen und haben einfach falsche Ideen voneinander gehabt. Und dadurch hatten sie falsche Erwartungen von sich.

Da erzählte der Specht der feinen Birke vom großen Wald und dass es hier so viele verschiedene Bäume gibt.

Und dass jeder Baum richtig und wichtig ist, einfach so, wie er ist und weil er so ist, wie er ist.

Das eine Buche wichtig ist, fest und stark. Und eine Eiche, weil sie auch ein starker Baum ist, der sehr alt werden kann. Und eben auch die Birken, wegen ihrer Feinheit und weil sie so viel spüren und Dinge bemerken, die anderen nicht so schnell auffallen. Und, natürlich, weil sie mit ihrem feinen Holz ein wunderbares Zuhause für Spechte sein können.

 

Und da erkannte die Birke, was sie wirklich war und dass sie ihr Leben lang dachte, anders sein zu müssen.

Dass sie dadurch nicht gesehen hat, was für ein wunderbarer Baum sie immer schon gewesen ist und ihre schönen Merkmale ganz von selbst in ihr wuchsen. Eben weil sie war, was sie war. Wirklich.

Und da spürte die Birke plötzlich die Sonne in ihre feinen Blätter scheinen, atmete tief ein und reckte und streckte sich. Ja, sie war keine Buche sondern eine feine, wunderbare Birke. Wie schön. Alles passte wieder.

 

Und sie fing wieder an zu wachsen und wurde mit der Zeit zu einer wunderschönen Birke. Die ganz fein aussah, aber auch stark wurde, weil sie durch ihr Leben und alles, was sie erlebt hatte, ein ganz besonderer Baum war.

Genau so besonders und wertvoll, wie alle anderen Bäume auch.

 

23.11.2022

Nicht wollen wollen

 

Ich saß

und wollte

nichts wollen.

 

Oh, ein Wollen.

 

Nun wollte ich

nichts wollen

nicht wollen.

 

Ich saß gut.

 

Doch stellte ich dann fest

das ich nichts wollen wollen wollte.

 

Worauf mein Geist

nun schmollte.

 

Es ist so schwer

sich vom Verlangen zu befreien

dabei ist doch alles längst da

und wir könnten so einfach mit den Dingen sein.

 

Doch unser Ich fühlt sich abhängig

und klein

und möchte größer werden

und bedeutend sein.

 

Wie wäre es

damit zu stoppen

um wirklich

um einfach

zu sein?

 

Wir wären dann voll im Leben

und nicht mehr von Illusion getrieben.

Voll in der Wirklichkeit.

Mit allen

nicht mehr allein.

 

Und hier holte mich wohl

das Wollen

schon wieder ein...

 

Nun,

so darf es dann sein.

o

Leben

Schreiben

Sich an den Dingen

reiben

Wieder eine Zeit lang

bleiben

dann

weiter treiben.

 

Klingen

Singen

Tanzen

Springen

 

Bei mir sein

bei Dir sein

mal woanders

und dann wieder

hier sein.

 

So beweglich ist alles

im ersten Wort.

Sternenstill

 

Wie wunderbar

sternenstill

ist diese Nacht.

 

Ich gehe baden

in des Lichtermeeres Pracht.

 

So wunderbar

schenkt die Stille

den feinen Dingen

Raum.

 

Das ich mein Herz

lachen höre,

in diesem Lebenstraum.

 

Wenn alles still

zu werden scheint,

sind Himmel und Erde

in Frieden

wohl vereint.

 

20.11.2022, 21.00

Aus der Höhe

Aus der Höhe
übersieht man alles.
Doch man kann nicht,
aus der Höhe,
bei den Dingen sein,
kann sie nicht berühren.
Man ist dafür zu wunderbar fein.

Darum darf man,
aus der Höhe,
nach unten gehen.
Und unten,
mitten im Leben stehen.

Grüße vom Licht

Müssen,
Eilen.
Wer kennt es nicht?
Aber in Ruhe
verweilen,
das ist ein Gedicht.

Und wir dürfen es,
immer wieder,
mit allen teilen.

Durch Müssen,
kann viel erreicht werden.
Für uns?
Oder für Andere?

Aber Verstehen, Resonanz,
entsteht nie,
wenn wir müssen.

Sondern wenn wir wollen.

Wir haben alle
so viel
zu teilen.
Zu schenken.

Mögen alle Wunden,
die durch Müssen entstanden,
in uns allen heilen.

Mögen wir dazu
Ruhe haben
und beieinander
im Leben
verweilen.

Und schon schwindet
die Dunkelheit
und es erstrahlt.
In Allem.
Das Licht.

Das immer schon war,
ganz dicht.
Verändert hat sich dabei
nur unser Blick,
unsere Sicht.

Es muss nichts,
es gibt keine Pflicht.
Leben lebt.
Einfach.

Schon immer.


Welch ein Glück,
Es strahlt durch mich,
denn ich bin nicht zu dicht.
Noch bin ich Pflicht.

Ich liebe einfach.

Das Licht.

Wörter

 

Wörter
können alles sein.
„Meine Liebe.“
„Du Schwein!“

Sie können
Fetzen sein
oder Reim.

Sie können leuchten
oder Dunkelheit sein.
Sie können Dich einladen,
oder gemein sein.
Und Du musst gehen…

Sie sind doch eigentlich
nur Klang, nur Geräusche
und werden doch,
jedes Mal,
zum Leben,
wenn sie
in Deinem Kopf
erklingen.
Du kannst sie verstehen.

Wörter.
Nur Beschreibungen
der Wirklichkeit.
Ein Mittel für Kontakt.
Aber oft,
eben auch,
ein sich Verlieren
in Gedankenzeit.

Wenn sie uns binden,
im Denken.
Und die Wahrheit zieht
vorbei.
Verloren in Tönen,
binden sie mich
im Abseits.


Komm zurück!
Schweige.
Sei.

Einfach.

Jetzt.

Blatt in den Wellen

 

Ein Blatt,

das im See treibt.

Kann es etwas

an den Wellen

verändern?

 

Ratzeburger See, 29.10.2022

Dazu gehören

 

Nun der Ausdruck,

über den Eindruck.

Grade oben: Die Sonne.

Neben mir ein Specht, klopfend.

 

Von den Bäumen fallen die Blätter,

knisternd.

Eines landet bei mir.

Noch ein Rest von Grün,

im weichen Braun.

 

Um mich herum

die vielen Blätter auf der Erde.

Wie in mir,

die vielen Erinnerungen.

Noch nicht wieder

zu Neuem geworden.

 

Je älter ich werde,

desto mehr werden es.

Eine lange Geschichte,

ein Schatz aus Erfahrungen,

vieles noch zu verdauen.

 

Denn manches wird

schnell und einfach

zu neuer Kraft und Form.

 

Anderes braucht lange,

gibt sein Bild ab,

immer wieder,

um irgendwann

verstanden zu werden.

Um an seinem Platz in mir

bleiben zu dürfen.

 

Und Andere bleiben vielleicht

fest,

wie versteinert.

 

Bis ich auch diese annehme

und ihnen einen Platz

in mir gebe.

 

Sie gehören auch dazu.

Denn was wäre eine Welt,

ohne Steine.

 

Roseburg, 28.10.2022

Im Glück

 

Liebe Sonne,

bald wirst Du gehen.

Ich freue mich,

Dich heut noch zu sehen.

 

Du bist das Licht,

gibst Wärme und Kraft,

das alles Leben

auf der Erde erschafft.

 

Für Deine sanfte Wärme

danke ich Dir.

Denn nur dank Dir

bin ich hier.

 

Bald wird es kalt,

weit entfernt wirst Du sein.

Auf Erden wird dann

alles winzig und klein.

 

Deine Wärme

nehme ich jetzt auf

in mich.

Und bevor Du gehst

übe ich Verzicht.

 

Durch die Kälte zu gehen

und trotzdem aufrecht zu stehen.

Alles wird klar:

Auch Leid wird vergehen.

 

Denn Du gehst nie verloren

und kommst bald zurück.

Und da ich das weiß

bin ich auch in der Kälte

im Glück.

 

Roseburg, 25.10.2022

Feuer? Wasser!

 

Feuertanz
Feuer
Tanz
In Allem,
was du willst
verzehren.
Nichts kann sich
gegen Feuer wehren.

Hilft es da
zu wissen,
dass nichts verloren geht
im Universum?
Ist diese Sicht nicht krumm?

Denn bringt auf Erden
Feuer
alles um,
befreien sich wohl
Atome, Moleküle.

Doch gewachsenes, entwickeltes Leben...
wird zu Nichts.
Als wäre es nie
wirklich

gewesen.

Im All komplett vergessen.
Als hätte es uns,
die so auf Feuer versessen,
nie gegeben.

Haben wir denn
so schnell,
viel zu schnell,
all die Feuer
schon vergessen?

Die angezündet von Verrückten,
viel zu viele mit gezündet haben.
Und andere verbrannten, verbrannten.

Und verbrannten sie damit

nicht auch ihre eigene Seele?

Selbst unser Schrecken,
unser Schmerz,
wird im All vergessen.
Zünden wir die Flamme weiter,

haben wir das richtige Maß,
schon lange,
nicht mehr gemessen.
 
Feuer, das wärmt und nähren kann,
kann im Machtwahnsinn alles zerstören.

Und es bleibt nur ganz klein die Hoffnung,
die Mächtigen mögen diese Warnung
noch rechtzeitig hören!


Doch jetzt brennen Brücken, brennen Städte...(10.10.2022)

Bevor sie alles alles alles
komplett
und unwiederbringlich
z e r s t ö r e n !
Lasst sie die Rufe
für das Leben,
für den Frieden hören!


Denn sonst bleibt von uns vielleicht nur eines:
Heißes Licht.
Und kein einziges Gedicht.

Verloren!
Nichts mehr übrig!
Haben
Wenn Raketen fliegen:
Immer!
Alle!

Darum löscht die Flammen!
Lauft vom Feuer!
Schnell zum Wasser!
Das erlöst, vor Hitze brennend: Hass.
Das kühlt und reinigt.
Das kann Frieden bringen.

Und Einsicht.


Möge es geschehen:
Dass wir löschen.
Dass wir kühlen.
Lasst die Flammen vergehen!
Lasst uns und alles Lebendige
weiter bestehen.

Die Brücke

 

Die Brücke,

zwischen Dir und mir,

sie ist hier.

Genau hier.

Kannst Du sie sehen?

Kannst Du mich verstehen?

Kann ich über sie

zu Dir gehen?

Um auch Dich

zu sehen,

zu verstehen?

 

Diese Brücke, die entstand,

aus Deiner und aus meiner Hand,

führt uns

in ein gemeinsames Land.

Wo jeder sein darf,

wie er mag.

Wo ich wegen Deinem

nicht verzag.

 

Drum sag,

sag mir,

was in Dir lebt.

Auf der Brücke, 

die zum Teilen strebt.

Wer bin ich ?

 

Ich denke: "Also".

Doch: Wer bin ich?

 

Ein Fisch,

im Schuppenkleid?

 

Ein Reh,

mit Horn geweiht?

 

Eine Maus,

in einer Dose?

 

Ein Affe,

nun aber mal

mit Hose?

 

Aus Bausteinen gebaut,

die auch schon 

alles Andere waren,

kann ich

keinen Namen

für mich sagen.

 

Wer ich bin

auf dieser Erde?

Selbst mein Charakter

ist nur Gebärde.

 

Ich bin Teil,

des ganzen

Arsenals.

Bin verwandt selbst,

bin ein Bruder,

des Wals.

 

Bin ein Baum

auch schon gewesen.

Bin als Fluss

im Meer genesen.

 

War Regen

Biene

Schaum.

Vielleicht sogar

schon oft

in anderem Raum.

 

Auch Gold soll´s in mir geben.

(Wenn auch ganz wenig,

aber immerhin.)

Und die Experten sagen,

Gold zu schaffen,

bekommt nur eine

implodierende Sonne hin.

Selbst in einer Sonne,

war ich also drin.

 

Aus allem geboren

und alles

wieder werdend.

Im All,

im Licht,

in der Ober-

und in der Unterschicht.

 

Und hier endet

mein Gedicht.

Sitzend auf dem Sofa,

ja,

das sicher vieles

auch schon war.

 

JZ 13.12.2021

Einfach schlicht

 

Mal eben ein Gedicht.
Ok. Warum auch nicht.
Es ist einfach, es ist schlicht.

Ohne Inhalt, ohne Sicht.

 

Sinn macht es... nicht.
Es ist.
Das ist alles,
wovon es spricht.

Weder dunkel,
noch licht.
Weder eng,
noch weit.

Wenn Du es liest
nimm Dir Zeit.

Denn was Du gerade fühlst,
ist Dein eigenes
inneres Kleid. ☀️

In Dir selbst

 

Hey, lese mal in Dir selbst.
Das kostet kein Geld.
Du findest sicher Dich
in vielen Dingen.
Ich wünsche Dir
das vieles Dir gefällt.
Komm, es wird gut gelingen.

Denn in Dir
lebt so viel.
Du selbst bist Leben.
Bist als Zuhause
Dir selbst gegeben.

Drum nimm Dich doch
ganz einfach
jetzt so an
wie Du eben bist.
Es wird schon alles gut sein.
Alles was Du weißt
Alles was Du vergisst.

Sei einfach, sei hier

sei gnädig, geduldig

verständnisvoll mit Dir.
Sage auch mal Danke
für all diese Tage, für all dieses Leben.


Es wird Dir in jedem Moment geschenkt

in Allem gegeben.
Du bist ein so großes Wunder.
Du bist so viel wertvoller

so viel mehr

als jeder Gedanke.
Zwischen Dir und Hier
besteht keine Schranke.

Blaues Meer

 

Blaues Meer,

tief, unergründlich.

 

Ich tauche auf,

sehe:

Ich war in Deinen Augen

versunken!

 

JZ 08.1993

Foto von Veli Aydogan, herzlichen Dank. :-)

Strömungen Deiner Seele

Wärst Du ein tiefer blauer See,

ich würde gern in Dir ertrinken.

Denn ich wüsste:

Es wäre süß.

Warmes Wasser

und tief unten

würde ich hin und her geweht werden,

von den Strömungen Deiner Seele.

 

JZ 1988

 

Wenn die Worte Farben gebären

 

Wenn Worte

Farben gebären,

wenn sie bunt

und vielfältig

einen Blick gewähren,

in das Herz

des Erzählers.

 

Wenn sie Schranken entriegeln

und Leben spiegeln.

Ja,

dann sind sie wahr.

Die seltenen Blüten

 

Plötzlich tauchen sie auf,

die seltenen Blüten.

In dem, was ist.

Ganz unerwartet.

Ganz einzigartig.

Nicht wiederkehrend ist der Tag.

Und der Nächste ist der Neue,

der einzige Tag.

So, wie er ist.

So, wie ich bin.

 

Die Blüte fällt ab.

Sie war schön, verlockend, wunderbar.

Und doch:

Würde sie nicht vergehen,

würde sie keinen Raum geben.

Für die Samen.

Für Neues.

Das Neue braucht Zeit,

zu wachsen.

Es wächst in der Zeit.

Ganz von selbst.

Voller Vertrauen.

Jetzt

 

In jedem Augenblick,

bist Du frei.

Nur in Deiner Erinnerung,

bist Du es nicht.

 

In Deiner Erwartung

möglicher Zukunft

raubst du dir

deine Freiheit im Jetzt.

 

Darum lasse jedem Moment

seinen eigenen Raum.

Deine Füße

 

Deine Füße trugen dich durchs Leben.

Überall hin, beurteilten sie nie

dein Streben.

Nach hier und dort,

an jeden Ort.

Und war es nicht ein wahres Gedicht,

ihr Gleichgewicht?

Drum danke ihnen fein

und reibe sie weich ein,

dass sie auch weiter Deinen Körper tragen.

So kann man,

an allen unseren Tagen,

zu leben wagen.

Liebes Leben

 

Liebes Leben,

zu Dir will ich streben.

Auf und nieder,

immer wieder.

 

Denn sing ich

Deine Lieder,

dann fühl ich

mein Gefieder.

 

Mit dem flieg ich dann,

wenn ich kann,

aus der Enge

in die Weiten.

Im Fluss des Lebens,

mit Gezeiten.

 

Leben.

Ja.

Es ist jetzt da.

Immer und zu jeder Zeit,

hüllt es mich

in ihr wunderbares Kleid.

 

Und das ist weit

und mir so nah.

So,

wie immer es schon war.

 

Wenn ich es auch

vergesse mal,

wenn ich auch kenne

tiefe Qual.

Ich hab die Wahl.

Nein oder Ja.

Die Tür ist da.

 

Offen ist die Tür

zum Jetzt.

Ich lass zurück,

was mich zersetzt.

Und nehm mich an.

So wie ich bin.

So wie ich kann.

 

Mein Atem,

er fließt ein

und aus.

Ich möcht hinein

und nicht hinaus.

 

Hinein ins Leben,

ohne Streben,

ohne Müssen,

welch ein Segen.

 

Du rufst mich:

"Komm herbei,

dann sind wir doch schon

Zwei.

Ich bin Dein Leben

und bin immer Dir gegeben.

Und immer da.

Du darfst mir glauben,

es ist wahr."

Teilen

 

Es ist kalt geworden,

in dieser Welt,

dreht sich vieles,

um das Tote:

Geld.

 

Ich kann nicht sagen,

dass mir das gefällt.

 

Was Kultur, Gesellschaft

wir nennen,

ist oft nur noch:

Rennen.

 

Immer schneller soll es sein.

Wenig Ruhe.

Nein, nicht fein.

 

Digitale Illusionen,

in ihnen sollen wir

zufrieden wohnen.

 

Und dann ist,

in Wirklichkeit,

nichts da.

 

Doch den Fortschritt

sollen wir bejubeln.

Hurra, Hurra.

 

Nein, so kann ich nicht

zufrieden leben.

Zu dem Irrsinn,

will ich nicht länger

streben.

 

Trete heraus

und komme an.

 

Da ist es:

Das Einfache,

das Wahre,

in dem jeder leben kann.

 

Hier will ich verweilen,

und mit allem in der Welt

meine Zeit teilen.

Ganz dicht

 

Dem Engen

dem Leiden

möcht ich heute

nicht länger folgen.

 

Ich schau hinein in mich

und finde Lebendigkeit.

Viele gute Dinge die ich tat

im inneren Kleid.

Vieles was ich sehr gut kann.

So nehme ich mich an.

 

Erlaube mir viel Freude

über mich.

Mit Humor und Leichtigkeit

komme ich ganz dicht.

 

Immer leichter lebe ich

nehme ab vom inneren

Gewicht.

 

Überall ist Licht

Überall und alles

Überall ist Licht.

 

Ich darf ein guter Freund mir sein

und wo ich das nicht bin

darf ich das immer wieder werden.

So finde ich mein Leben wieder

richte mich ein

auf meinem Platz

hier auf Erden.

 

Freude finden mit mir selbst

und mit dem Leben lachen.

So kann ich leben

so darf ich´s

jetzt

und immer wieder machen.

Foto von Veli Aydogan, herzlichen Dank. :-)

22.02.2022

 

Eine bessere Welt

 

Eine bessere Welt,

entsteht nicht durch Geld.

Sondern indem wir das,

was bereits da ist

pflegen:

Natur, Leben.

Es wird uns geschenkt,

in jedem Moment.

 

Wir sind nicht weniger,

als ein Teil

dieser Welt.

Sie ist unser Boden, unser Sein,

das was WIRKLICH zählt.

 

Fortschritt ist nicht nötig,

denn alles ist schon da.

Wenn wir diese lebendige Welt achten,

bleibt wunderbares wahr.

08.02.2022

 

Der reiche Willfried

 

Willfried Heinz

aus Meinz

wollte immer nur:

Seins.

 

Und je mehr er bekam,

je mehr wurde er arm.

Im Herzen

nur noch Schmerzen.

 

Was war denn das?

Er besaß doch sooo viel,

richtig krass.

Doch alles alles alles,

machte immer weniger Spaß.

 

Da fing er an,

all seinen Kram

zu verschenken.

Begann damit,

nicht nur an sich,

sondern auch an Andere

zu denken.

 

Und je mehr er gab,

je mehr erwarb er:

Freundschaft, Freude, Miteinander.

Und sogar Liebe.

 

Und alle wünschten,

dass dies immer so bliebe.

 

😉

Heute bin ich da

 

Heute bin ich da,

wo immer ich schon war.

Pflege meinen Garten,

innen,

lasse mich in Ruhe,

sinnen.

Bin lebendig,

eins zwei drei,

und schon ist diese Not

vorbei.

 

Für Steffi

 

JZ 30.11.2021

Hier-Sein

 

Lass doch alle

Amok laufen

oder sich

mit Irrsinn taufen.

Ich lasse durch,

muss hier nichts kaufen,

noch muss ich rennen.

Nichtmal laufen.

Ich kann sein,

da wo ich bin.

Das Hier-Sein,

Jetzt,

hat immer Sinn.

 

JZ 30.11.2021

Ohne Streben

 

Immer wieder will ich

und je mehr ich will,

je weniger still ich,

meinen Durst

nach Sein.

 

Wollen sollen, jagen grollen,

kann nie die Ehre

des Wirklichen zollen.

Wie wär es denn,

mal zu erleben:

Einfaches Dasein,

ohne Streben.

Das Ego lacht

 

Das Ego lacht und sagt:

"Was bist du doch fürn Frosch,

mein Alter."

 

Da lach ich auch

und sag:

"Nein, du bist hier der Frosch

und ich bin

dein Verwalter."

Die kollektive Schuld

 

Ich trage in mir

die kollektive Schuld

der Männlichkeit.

Mir wohl bewusst

was wir angerichtet haben

als in unserer Gier

unserer Macht

in unserer unbändigen Wut

wir waren.

 

Und wenn wir dann

die Rache schworen

und nicht nur Euch

immer auch uns selbst

dabei verloren.

 

Mit jeder Überheblichkeit

verloren wir

Euer Vertrauen.

Auf Partnerschaft und Augenhöhe

wollten wir

zu unsrer eignen Gunst

nicht bauen.

Und ohne es zu wissen

erlitten auch wir Verlust.

Und ernteten: Schaden.

 

Und deshalb muss es

endlich sein

denn längst schon

ist es an der Zeit.

Das Mann Euch sagt:

Es tut mir leid.

 

Wie sehr ich wünsche

dass das Leben dieser Erde

überall und wirklich

als Wahrheit und Wunder

erkannt und gewürdigt werde.

 

Das unser Herz erwacht

und Euch erkennt.

Als Quell

die das Leben entfacht.

 

Das auf Augenhöhe wir uns treffen.

Und Angst und Macht

nur noch Erinnerung

an dunkle Zeiten auf der Erde

in einem Jetzt

mit bunter Vielfalt, Freiheit

und Respekt

für alle werde.

Gute Nacht ihr guten Wesen

 

Gute Nacht, ihr guten Wesen.

Möget ihr im Schlaf,

im Traum,

genesen.

Von Angst und Wut,

die tun nicht gut.

 

Denn hier werdet ihr

gefunden,

von allem, was euch bindet,

entbunden.

Frei zu sein,

damit seid ihr nicht

allein.

Hier dürft ihr teilen,

was euch liegt,

so fein.

 

In euren Träumen mögen

gute Wesen

euch besuchen.

Blumen duften,

Schmetterlinge setzen sich,

auf eure Kluften.

Und grüßen und erzählen euch,

vom Leben,

welches immer uns geschenkt wird,

ohne jedes Streben.

 

Gute Nacht ihr guten Wesen,

möget ihr geborgen sein.

Und morgen lädt

der Tag

euch ein,

ganz frisch und munter,

immer wieder

neu zu sein.

 

JZ 11.11.2021

Licht oder Dunkel

 

Ja, ja, das Finstere,

selbst das wird wahr.

Ich frage mich,

ich frage mich,

wo ich dabei wohl war.

Im Dunkeln

oder Licht?

Dazwischen?

Oder war ich einfach

völlig dicht?

 

Heute ist alles

durcheinander.

Eine gute Antwort,

selbst auch nur für mich,

find ich nicht.

Doch weiß ich wohl,

was ich lieber mag:

Das Licht.

 

Für Alle,

für Alle,

soll es wieder scheinen.

Damit wir wieder lachen.

Und nicht um viele,

viele,

die im Dunklen

uns verloren gehen,

weinen,

weinen,

weinen. 

 

JZ 11.12.2021

Mondkrater 18.09.2016, 21:18
Mondkrater 18.09.2016, 21:18

Vor 18 Jahren geschrieben, heute leider mehr als passend:

 

Lügner

 

Es gibt zu viele Lügner,

auf der Welt.

Sie lügen und betrügen,

wie es ihnen gefällt.

Mit der Wahrheit nehmen sie es nicht genau,

denken sie sind schlau,

denken es merkt

keine Sau.

 

Es gibt Lügner in der Kirche,

Lügner in der Politik,

Lügner in Konzernen,

Lügner in der Musik.

Sie sind auf ihren Vorteil

nur bedacht,

denken sie sind der Letzte,

der lacht.

 

Unsere Wünsche,

unsere Träume,

nutzen sie

um uns zu ködern.

Sie denken sie wissen,

was für uns das Beste ist.

An sich

zweifeln sie nicht,

nichts gibt es,

was an ihrem

Gewissen frisst.

 

Lügner,

sie sind überzeugt

nur von sich,

von ihren Ideen,

von der Art,

wie nur sie

die Welt sehen.

 

Und sie denken nicht daran,

das man auch anders als sie

leben kann.

Den einen Weg

beschreiten: Sie.

Etwas Anderes

darf es nicht geben.

Nie.

 

JZ 24.11.2003

Wirklich

 

Tod und Geburt,

sterben und leben.

Im gleichen Moment.

Jetzt.

Welchem wenden wir uns zu?

 

Nur die Anziehung der Erde,

bleibt konstant.

 

Wollen wir vergehendes halten,

bewahren,

werden wir Verlust erfahren.

Und leiden.

 

Sehnen wir uns

nach Kommendem,

verlieren wir den Kontakt,

zum Jetzt.

 

Leben wir im Fluss,

Jetzt,

ohne Wissen,

sind wir in der Wirklichkeit.

Was mir die Grillen erzählen  👆
Alles was wir erleben ist wertvoll, da unsere Lebenserfahrung, nicht nur durch das, was wir tun, sondern schon durch unsere bloße,
durchlebte Existenz, einzigartig ist.
Jede Erfahrung trägt zur Entwicklung und zum Wissen/ zur Weisheit bei, nicht nur für uns, sondern auch für das Ganze.
Deshalb ist jedes Leben wertvoll und alles Leben gleichwertig, auf Augenhöhe.
Auch schwere Dinge sind wertvoll, da sie ebenfalls Erfahrungen sind und wir durch sie oft Dinge lernen oder neue Dinge entstehen,
die ohne diese Erfahrung nicht möglich gewesen wären.
Alles was wir sind, hat sich im Laufe der Evolution, über Millionen Jahre, durch durchlebte Existenz und Erlebnis entwickelt. 
Der Strom des Lebens ist über Millionen, Millionen Jahre bis zu uns nie abgerissen.
Jede Zelle, jedes Gelenk, jede Neigung in uns, alles, ist so entstanden und entwickelt sich in uns stetig weiter.
Und trägt die Geschichte aller lebenden Wesen, die vor uns waren, in sich.
Nicht nur das, was wir können, ist wichtig, sondern auch das, was uns schwerfällt.
Denn so sehen wir, dass Andere manche Dinge besser können, dass alle Stärken und Schwächen haben, das wir uns ergänzen können.
Teilen.
Daran ist sichtbar, dass es im Ganzen nicht nur ums Weiterleben geht.
Es ist nicht alles einfach zufällig entstanden.
Es gibt eine durchgängige, klare Tendenz zu Entwicklung, zu Diversität und Erfahrungsgewinn.
Das Ganze hat Sinn und sogar eine Absicht:
An und durch durchlebte Erfahrung zu lernen, zu wachsen, sich zu entwickeln.
Diversität, Vielfalt, Entwicklung. Möglich durch durchlebte Erfahrung.
Jedes Leben hat Wert und Sinn. Alle sind einzigartig und gleichwertig.
JZ 13.10.21

Danke

 

Danke.

Das Licht ist überall.

Es ist in mir,

es ist um mich.

Es ist in Dir

und um Dich.

Es ist zwischen uns

und um uns herum.

Immerdar und zu jeder Zeit,

denn im Licht ist Ewigkeit.

 

JZ 31.12.2020

Foto von Veli Aydogan, herzlichen Dank. :-)