Elisabeth Oltzen

Leben wir doch mal

Leb doch mal

deinen eigenen Frieden

dann bist du ganz friedlich

im Frieden mit dir

 

Leb doch mal

den Frieden der anderen

dann kannst du sie plötzlich

sehen, verstehen

 

Leben wir doch mal

unseren Frieden

wir sind endlich zufrieden

uns so nah

Das liebe "F"

Spürst du

den Keim

in dir

das friedvolle Sein

 

Spürst du

das Sein

in dir

das Nicht-Nein

Rumoren

Der Bauch taut auf

    Rumoren

Der See voll Schnee

    geglättet

Ein Wort zu viel

    geplättet

 

Die Gießkanne

    gießt

Der Hafer

    sprießt

Der Wein

    wird eingeschenkt

Das Gespräch

    wird in eine

Richtung gelenkt

 

Rumoren im Bauch

 

Liebe kleine Rose

Es ist nur ein Wort

ein Blick, ein Moment

spontan geschehen im Wir

 

Es ist eine Rose

ein Los, das wir lassen

wir dürfen es trotzdem behalten...

Mosaik

So viele

kleine Grenzen

im Ganzen

und doch

eins

Handgeschöpft

Im Perlenmeer der Zeit

Entsteht ein Herz

So weit

Blue Heart

Goldstaub

Ein kleines bisschen Gold

im Mondenschein zerstäubt

zeigt mir den Weg zu dir

im Hier

So viele

So viele

Platzhirsche

am Platz

Mach mal

Platz da!

Zu früh

Zu früh

im Hier

und jetzt

wir

 

Zu früh

das Wir

weg hier!

Keine Grüße

Keine Grüße

zum Abschied

die sind nicht

adäquat

 

Keine Grüße

zum Abschied

du fragst nicht mehr

nach Rat

 

Du gehst jetzt

deine Wege

Auf diesem Wege

Tschüss!

 

(Inspiriert von Jacques Dulon)

Zeitgleich

Nimm dir

die Zeit

zu zweit

So lebenshungrig

Lebenslänglich

am langen Arm

mach mal halblang

Zeitgang

Hast du

Zugang

zu meinem

Anfang

  ?

Feinstoffliches Grau

Stoff wird gewoben

um zu verwehen

und um aufzuheben

was verwoben ist

In echt

Warum sagt er denn nichts?

Weil er nie was sagt!

So geseh'n

Wenn Bilder

Leerlauf finden

sind sie

im Bild

Sorgenfrey

Mach dir

um mich

keine Sorgen

ich hab sie

schon selbst

Tief drinnen

Schau mich an

dann kann

das Geheimnis geschehen

Einfach Liebe

Eins

zu Zwei'n

ganz

ungemein

Scheint so

Der Schein

ist so

und nicht

sowieso

Losgelassen

Loslassen

das Los lassen

immer wieder

Abstand nehmen

vom Selbst

So gefragt

Warum verstehst du

eins

und nicht

meins

 

(Wortspielball zu "eins" von peng!)

Belonging Together

Ups and byes

Stilbruch

Die Seele

braucht keinen Sti(e)l

 

Die Seele

spielt ohne Stilrichtung

 

Still, horch' der Seele

Dann und wann

Irgendwann

ist vielleicht

zu spät

Hey du!

Weißt du,

dass du

nur das brauchst,

was du willst?

 

Willst du

nur das,

was du brauchst?

TUT

TU

NICH

GUT

TUT

NICHT

GUT

Schmerzgrenze

Er grenzt

an Schmerz

der Grenzschmerz

Macht Sinn

Sinn

un(d)

Sinn

sind

Unsinn

mal mir die farben bunt

Mal mir die Farben bunt

Mal mir die Farben bunt

in traurigen Zeiten

Mal mir die Farben bunt

zu endlosen Weiten

 

Und plötzlich kann ich die Farben sehen

die Zeit bleibt nicht mehr stehen

als wenn mich Engel riefen

zu endlosen Tiefen

Frag nicht

Frag nicht,

was mir auf der Seele brennt,

sonst werd ich noch verglüh'n

Frag nicht,

was in meinem Innern rührt

die Angst, das Ungetüm

 

Die Zeit ist sacht und geht vorbei,

als würde sie mich schonen

 

Den Raum, den sie zum Halten braucht,

kann ich ihr nicht entlohnen.

Absurditäten

zu klein, zu groß

                     wo bist du noch?

zu dick, zu dünn

                     wo bist du noch?

zu schlau, zu dumm

                     wo bist du noch?

 

wo bin ich noch?

                     zu hart, zu weich

wo bleib ich noch?

                     zu eng, zu weit

wo komm ich hin?

                     zu dir nach Haus

Golden Potatoes

Auftakt zum Marsch ♪♩

da dam da dam da dam

immer wieder auf der Stelle

 

Hände dirigieren Füße

zwecks perfektem Gleichstand

 

Rhythmisch durchkomponiert

im kauenden Takt

 

Die Choreographie sitzt

Improvisation tabu

 

Der weiße Schatten

Lyrik & Sprecherin: Frauke Krieger

Musik & Flöte: Elisabeth Oltzen

Wellentanz

Wo geht ihr hin

Wo kommt ihr her

wohlgeformt im schäumenden Nass

 

Der Tanz der Wellen

birgt Hoffnung und Zufriedenheit

Gefahren lauern hinter anmutiger Kulisse

Zweifaltigkeit der Natur

 

Die Möwen tanzen ihren unruhigen Reigen

schwirrend und klirrend unter blauem Himmelstuch

 

Was bleibt ist ein Foto

Sind das Sterne am Himmel?

Dieser seltsame Reiter

Lyrik & Sprecher: Jacques Dulon

Musik & Flöte: Elisabeth Oltzen