Jacques Dulon

 

(alle Texte und alle Fotos)

Diese Seite ist ein Garten aus Bildern, Wörtern und mit ein wenig Musik - für diejenigen, die Zeit haben, sich zu verirren, einmal nichts zu suchen und sich verlieren können ohne sich verloren zu fühlen. Bänke zum Verweilen gibt es viele. Karibu tena 

Gedicht des Monats: 2022, Dezember

 

Hieße ein Kreis

"Ich liebe dich"

so schnitt ich ihn aus

und schenkte dir

das Loch

 

 weitere Gedichte des Monats

 

- Gedicht ohne Ziel (2022, November) - (nicht mehr auf dieser Seite)  

- Jetzt (2022, Oktober) - (nicht mehr auf dieser Seite)   

- falscher Anfang (2022, September) - (nicht mehr auf dieser Seite)  

- Countdown (ins Beschränkte) (2022, August) - (nicht mehr auf dieser Seite) 

- Mathematische Wunder oder Die Zeitgleichung (2022, Juli) - (nicht mehr auf dieser Seite) 

- Götterdämmerung (2022, Juni) - (nicht mehr auf dieser Seite) 

- Wir (in der Vergangenheitsform) (2022, Mai) - (nicht mehr auf dieser Seite)

- Selbstbetrug (diese ewige Sucht nach dem Anderssein) (2022, April)

- 24.02.2022 (2022, März) (nicht mehr auf dieser Seite)

- Der Elch II (2022, Februar) (nicht mehr auf dieser Seite)

- Kann man das Dichten üben (2022, Januar) (nicht mehr auf dieser Seite)

Noch bis zum 07.Dezember 2022 auf dieser Seite

Foto: SCHATTENWURF, Neuf Brisach Places in Europe | N | Jacques Dulon

Text: siehe unten

Noch bis zum 09.Dezember 2022 auf dieser Seite

Foto: GESTEINIGT, Zingst Zingst (Zingst) | Jacques Dulon 

 

Neue Aufnahme

Eure Audio-Favoriten unter den Dulon-Texten: a) seit Beginn, b) jährlich, c) monatlich.

(Meinen Dank für euer Interesse)

 

Gesamter Zeitraum  1. Der schlimme Mann (Reiner Schubert Interpretation)

                   2. Mein Liebeslied für Dich (Reiner Schubert Interpretation) *

                   3. Mondschattenbilder

                   4. Dieser seltsame Reiter (Der Sohn I)

                   5. Selbstbetrug (Diese ewige Sucht nach dem Anderssein)

                   5. Als wir uns trafen (Eine Nacht in La Paz)

                   7. Ballade vom Wein in Aveiro

                   8. Im Schatten junger Frauenblüte (Reiner Schubert Interpretation) *

                   9. Linda (Nicholas McDonald Interpretation) *

                   10. Halt ein *

                   10. Die Poeten * 

 

 

2021                 1. Mein Liebeslied für Dich (Reiner Schubert Interpretation) *

                     2. Dieser seltsame Reiter (Der Sohn I) *

                     3. Linda (Nicholas McDonald Interpretation) *

 

2022 (bisher)        1. Der schlimme Mann (Reiner Schubert Interpretation)

                     2. Mondschattenbilder

                     3. Selbstbetrug (Diese ewige Sucht nach dem Anderssein)

                                    

 

Oktober 2021            1. Dieser seltsame Reiter (Der Sohn I) * 

November 2021           1. Mein Liebeslied für Dich (Reiner Schubert Interpretation) *

Dezember 2021           1. Als wir uns trafen (Eine Nacht in La Paz)

Januar 2022             1. Die Poeten *

Februar 2022            1. Mein Liebeslied für Dich (Reiner Schubert Interpretation) *

März 2022               1. Der schlimme Mann (Reiner Schubert Interpretation)

April 2022              1. Hey Jim (Sunset over Zanzibar)

Mai 2022                1. Der schlimme Mann (Reiner Schubert Interpretation)

Juni 2022               1. Tajuras Lied

Juli 2022               1. Selbstbetrug (Diese ewige Sucht nach dem Anderssein)

August 2022             1. Selbstbetrug (Diese ewige Sucht nach dem Anderssein)

September 2022          1Mondschattenbilder

Oktober 2022            1. Ballade vom Wein in Aveiro

November 2022           1. Ballade vom Wein in Aveiro

Dezember 2022 (bisher)

 

(Audio-Texte nicht mehr auf dieser Seite)

 

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Foto: aus Stargard Szczecinski - www.jacquesdulon.com

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Fernsicht, Wetterau, www.jacquesdulon.com/wetterau
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Dein Nicht-Nein

(inspiriert durch Elisabeth Oltzen)

 

Am Anfang war es unhörbar

Wie es dein Wille wollte

Bedeckt vom Schweigen, floh dein Wort

in meine Fänge - mir zur Beute

 

Ich trug es, bis es hörbar war

Sich schließlich einen Ton erfand

Flüchtig noch - mal hier, mal dort

Hinter wolkig weißer Winterwand

 

Doch als ich in dir den Frühling sah

In deinem Licht, den warmen Schein

War die Mauer plötzlich fort

Und zwischen uns - stand nicht - dein Nein

 

Musik - www.jacquesdulon.com/photo-of-the-month
Musik - www.jacquesdulon.com/photo-of-the-month

Foto: WO NOCH VERGANGENHEIT LIEGT, Harz www.jacquesdulon.com/harz

 

Laotses Befragung 

(eine Verbeugung vor Bertolt Brecht)

(inspiriert von Marie von Kuck und Iryna Sorokovska)

  

(Grenzbeamter)

Alter Mann auf dem Ochsen!

Sag´ mir deinen Namen,

den Grund deiner Reise.

  

(Laotse)

Ich bin kein Händler – trag keine Waren,

Laotse ist mein Name,

bin ein Mann aus den Bergen

auf dem Weg ins Exil.

Ich hab´, was ich bei mir trage

Du siehst – ich habe nicht viel

 

(Grenzbeamter)

Bist  d u  Laotse? – dann darfst du nicht gehen!

denn was du mit dir nimmst

verliert hier dein Volk,

das ich zu schützen habe

vor Schaden durch Raub, ja Verlust, 

den ich verhindern muss

 

(Laotse) 

Ich besitz´ diesen Ochsen!

- er ist alt und fast blind -,

sowie eine Decke zum Schlafen,

weil die Nächte schon winterlich sind

 

(Grenzbeamter) 

Du hast den Kaiser beraten

die Fürsten, Prinzen und Priester.

Dein Wort zählt und wird noch gehört,

in den fernsten mir nicht mehr bekannten

Ländern und Reichen.

 

(Laotse) 

Frösche quaken und Grillen zirpen

unentwegt in allen Nächten.

So lassen sie sich am besten entdecken

Doch, was sie mit ihrem Quaken verraten,

ist nur...

dass ihre Schenkel am besten schmecken

 

(Grenzbeamter)

Ich rufe den Schreiber, denn mein Verstand ist zu klein

und du diktierst ihm deine Weisheit aufs Blatt

Ist dies geschehen, steh´ ich deiner Reise nicht weiter im Wege

Da dein Wissen hier seinen Ursprung hat

und zu uns gehört… so bleibt es auch hier!

Du - kannst dann deiner Wege gehen...

 

(Laotse)

Reden über die Weisheit ist wie weißes Papier,

das der Schreiber mit Zeichen bedeckt.

Willst du die Weisheit erkennen, musst du die Buchstaben

wieder von der Oberfläche trennen….

 

(Grenzbeamter)

Deine Worte klingen in mir wie das Grillenzirpen

Ich bin nur ein kleiner Beamter und soll den Reichtum

des Landes bewahren.

Hier kommt der Schreiber.. erzähl´ was du weißt

und dann zieh deiner Wege…

von den Göttern behütet

 

(Laotse)

Vielleicht bist du schlauer als ich, weil du nichts verstehst,

vielleicht ist dein Dienst am Volk der größere –

das wird die Zukunft uns zeigen

denn...

 

...was sich verändert und

was immer so bleibt

ist schwer zu entscheiden

in einer ...

...sich verändernden Zeit

 

Wer von uns beiden

ist Schatten?

Wer wird zum Licht?

Wer spiegelt den anderen?

Wer spiegelt nur sich?

 

Wird das Wasser im Fluss

zum Fluss durch sein Fließen?

Oder trägt es in sich

schon den größeren Willen?

Sich ins Meer zu ergießen!

 

Was weiß der Fluss schon vom Meer?

mit dem Wissen der Quellen

Was weiß er...

von den zukünftigen Wasserfällen?

 

Gibt es das Ziel,

das unseren Anfang bestimmt?

oder erkennt man am Ende

wenn ein Anfang beginnt?

 

Der Wind ist die Luft,

die sich ständig bewegt.

Doch wo bleibt der Wind?

wenn die Bewegung

sich legt

 

Trägst  d u  eine Seele,

Wo war sie am Anfang?

- Bevor sie in deinen Körper drang -

Und wo wird sie mal bleiben?

wenn ihr der Körper geraubt,

er dann zerfällt - zu Erde und Staub

 

Was wird von dir bleiben

wenn sich alles verändert?

Und was hat sich befreit

vom Ablauf der Zeit?

von der Sprache, den Namen?

den Bildern der Worte?

woher -

... auch immer sie kamen

 

(Schreiber zum Grenzbeamten)

Ist dies die Weisheit, die er dem Kaiser erzählte?

Die uns helfen soll,

uns vor Gefahren zu schützen?

Ich erkenn keinen Sinn

Sie wird dem Volke nichts nützen

  

(Grenzbeamter)

Fahre fort… und berichte,

Laotse, woran man seine Feinde erkennt

und wie man sie besiegen kann

 

(Laotse)

Du kannst nicht zweimal in denselben Fluss

deinen Fuß ins Wasser setzten!

Und ob  d u  dich bewegst

- vielleicht nur durch einen ruhenden See? -

wirst du erst begreifen,

wenn du dir einen Mittelpunkt wählst,

für die Schwere deines Körpers,

um die Trägheit abzustreifen

 

Und ob auf dem Rücken des Ochsens

der harte Stein unterliegt,

dem Fließen des Wassers?

Ob das Weiche selbst - die Berge besiegt…?

Auch wenn der Berg wieder Berg ist

und der Pfeil am Bogen – gespannt

selber zum Ziel wird,

noch bevor er es fand...

Wirst du verstehen – im Raum dieser Leere,

in der du gar nichts mehr weißt

und niemand mehr bist

und durch die du - am Ende

dich selber vergisst.

 

Vergessen der Lehrer,

die sinnlose Lehre

die dir nicht mehr hilft

und nicht länger zählt

weil beim Klatschen der Hände

ein neuer Ton entsteht

sobald -

      die eine Hand fehlt

 

(Schreiber zum Grenzbeamten)

Du lässt den Alten ziehen – durch die hohen Berge?

Dort oben liegt schon Schnee… Er ist verwirrt…

  

(Grenzbeamter zum Schreiber)

Was wir nicht erfassen können - mit unserem Geist 

ist nicht für uns bestimmt.

Und unbekannte Wege im Winter  d o c h  zu gehen –

auf einem Ochsen - alt und blind

mag Irrtum sein – wer weiß, ob er dort oben stirbt.

 

Aber… hast du vernommen,

wie er – uns die Feinde benannte?

die aus Furcht vor der Freiheit

uns ständig belauern?

Weil er unsere Ketten erkannte

ging er - ins Exil.

- Wollte nicht länger Lehrer sein -

und verklärte sein Wort

Das war sein Weg – er gab uns kein Ziel

 

So war Laotse, der Mann in den Bergen

So hat er - gedacht und geredet,

So wird er - fortan

alle Zeiten überdauern.

Denn deine Feder - hat ihn

        - unsterblich gemacht

 

 

 

MARKTTAG, Ada Foah von Jacques Dulon
MARKTTAG, Ada Foah von Jacques Dulon

 

WIR – als Verneinung

(inspiriert durch den Text “Zu früh” von Elisabeth Oltzen)

 

Zu früh

im Hier

Zu spät

im Jetzt

Zu schnell

das WIR...

verletzt

 

Nur grau

erscheint...

die Zeit!

Die Nacht:

Zu hell

Wer weint,

der wacht

 

Zu weit

dein Blick,

der mich

nicht meint,

nur Leid

mir schickt

das UNS verneint

 

Zu viele

Klagen:

Schmerz

tut weh -

Mir bleibt

zu sagen:

GEH

 

Foto: KURZ VOR DEM BLICK, Freiburg (www.jacquesdulon.com/wia-freiburg)

ABGEHÄNGT - Selbstportrait (Jacques Dulon)
ABGEHÄNGT - Selbstportrait (Jacques Dulon)

 

 

fremde Federn 

70 Gedichte, die mich berühren

(hilfreich und liebevoll gestaltet - die Lyrikseite von Fritz Stavenhagen: https://www.deutschelyrik.de/home.html)

 

Rose Ausländer:             Liebe VI

Wolfgang Bächler:           Als ich Soldat war

Ingeborg Bachmann:          Alle Tage

                            Nach dieser Flut

Gottfried Benn:             Blaue Stunde

Wolfgang Bochert:           Abschied

                            Am Fenster eines Wirtshauses am Steinhuder Meer

                            Liebesgedicht

Dietrich Bonhoeffer:        Wer bin ich?

Bertolt Brecht:             An die Nachgeborenen

                            Radwechsel

Joseph Brodsky:             Bosnia Tune

Adalbert von Chamisso:      Lebe wohl

Paul Celan:                 Der Gast 

Richard Dehmel:             Manche Nacht

Hilde Domin:                Alle meine Schiffe

Erich Fried:                Aufhebung

                            Dann

                            Was es ist

Robert Gernhardt:           Ach

                            Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs

                            Wärme, Stille, Kühle

Johann Wolfgang von Goethe: Nähe des Geliebten

Günter Grass:               Kinderlied

Thomas Hardy:               Your last drive

Heinrich Heine:             Neuer Frühling, §34

Max Herrmann-Neiße:         Dein Haar hat Lieder, die ich liebe

                            Trost einer bangen Regennacht 

                            Wenn alle mich verlassen

Hermann Hesse:              Junger Novize im ZEN-Kloster

Hugo von Hofmannsthal:      Die Beiden

Friedrich Hölderlin:        An die Natur

                            Vorfrühling

Marie Luise Kaschnitz:      Die Ewigkeit

Hermann Kasack:             Grabinschrift

Erich Kästner:              Ein Mann gibt Auskunft

Frauke Krieger:             Ein Sinn

                            Im Licht mein Schatten

                            Wassermann

Klabund:                    Geleit

Karl Krolow:                Das Licht in fremden Augen

Marie von Kuck:             Er ist hellblau

                            Geheimnisse aus einem hässlichen Haus

                            Zieh dich aus, alter Mann

Kendrew Lascelles:          When all the laughter dies in sorrow

Clarice Lispector:          But if a woman were to appear... ((Textanfang - ins Englische übersetzt von Giovanni Pontiero)

Peter Maiwald:              Ahasver

                            Überwintern

Erich Mühsam:               Mein Gefängnis                     

Friedrich Nietzsche:        Vereinsamt

Hans Erich Nossack:         Der Sohn

                            Rief da ein Mann

Heinz Ratz:                 Du sprichst von Liebe

                            Labyrinth der Liebe

                            Sehnsucht

Reiner Maria Rilke:         Der Fremde

                            Der Panther

                            Herbsttag

                            Orpheus, Eurydike, Hermes

Arthur Rimbaud:             Le Bateau ivre (Das trunkene Schiff, Übersetzung: Paul Celan)

Joachim Ringelnatz:         An meinen Lehrer

                            Bist du schon auf der Sonne gewesen?

                            Ein männlicher Briefmark erlebte

                            Ich habe dich so lieb

Peter Rühmkorf:             Durch dauernde Gedanken an dich...

Nelly Sachs:                Chor der Geretteten

Reiner Schubert:            Barthold Hinrich Brockes

William Shakespeare:        Sonnet 35 (auch in der Übersetzung von Wolf Biermann) 

Dylan Thomas:               Fern Hill

                            In my craft or sullen art

Alfred Wolfenstein:         Gebannt

 

 

POESIE, Berlin, www.jacquesdulon.com/berlin
POESIE, Berlin, www.jacquesdulon.com/berlin

Asche wie Schnee

 

Könnt´ ich ein Wort für dich erfinden,

zart gepflückt von einem Rosenstrauch,

das dich umhüllt mit Morgennebel,

der dich in goldbehauchtes Fließen taucht

damit die Stacheln ganz verschwinden

 

Könnt´ ich dies Wort für dich benennen

mit einem Ton, der dich berührt

und dein Seelenfeuer unterm Sonnensegel,

bis in meine Stille führt,

in der es leuchtet - ohne zu verbrennen

 

Könnt´ ich dies Wort dann ganz befreien

von der Asche - die zur Erde fiel!

Erkaltet nun - dein Lava Kegel,

der Sommer-Wolken nahm - als Ziel,

und sie beschwerte, als würd´ es schneien 

 

Foto: Art Work, Jacques Dulon

Foto: MORGENS AUF DEM MARKT (Bingen) (Jacques Dulon) (www.jacquesdulon.com/wia-bingen)
Foto: MORGENS AUF DEM MARKT (Bingen) (Jacques Dulon) (www.jacquesdulon.com/wia-bingen)

 

Hey Jim Sunset over Zanzibar

(ein Text zu einer nicht existierenden Musik von den "Doors")

 

I asked you, Jim, what is it all about?

The reality I knew was just a fraud

Jim, do you think it should be like this?

Should all betraying start with an innocent kiss?

Jim, have you seen the seven Angels beneath the stars above?

I was told, Jim, those Goddess are the Queens of war ´n love

Have you ever heard about the man who survived the World War Three?

Do you think, Jim, someone can find a single footprint outside our Galaxy?

 

Jim, I'm not sure about your latest son

Is he supposed to do the work you have done?

Jim, what he did in June it wasn't right

No war should end with a Hallelujah or a second fight

Jim, are you aware that word was spoken here for us long time ago?

I was told, Jim, by a voice raised and broken like the man perhaps you know

Or you have heard about the one who survived the World War Three

No one, Jim, no one can find a single footprint outside our Galaxy

 

Hey Jim, can you hear me wherever you brought your broken body down?

Jim, I tried to search the truth of man perhaps you've found

It is not that I'm too weak for my remaining days

Jim, it doesn't matter where you are, I know it is not my case

But I would like to know - if you can answer this

Should all betraying start with an innocent kiss?

Jim, do you know what happened to the man in the World War Three?

Do you think he has found a single footprint inside our Galaxy?

 

Okay Jim, you can do whatever you have to do I´ll cut the line

The tombstone you have left is not connected to your mind or sign

Jim, sometimes I feel like a motherless monkey in a burnt down house

I know, Jim, there are so many golden fields of crops where I can browse

And perhaps I will approach a maid to hug and kiss

But Jim, at the end those seven Angels will suck the bliss.

No, Jim, there is no future for the man who survived the World War Three

Let me count my footprints in the sand next to the Indian Sea

 

Hey Jim, I have seen last week the sunset over Zanzibar

I drove my car down to Stone Town heading the Mercury-Bar

All Arabic prosecutors had left before the morning dew

Jim you always said Mi Lai was as worse as World War One or Two

For my final destination I select I must find a name

Yes Jim, I'm on my way but I misplaced somehow my walking cane

I guess I left the stick and took a gun for the World War Three

No, Jim, no - if you have ever heard about the man… no, it wasn't me

 

No, Jim, no

No, no - it wasn't me

 

 

 

 

Der schlimme Mann

(ein Stück für Chor, Schlagzeug und Orchester)

 

I

Der schlimme Mann aus Moskau

will nun neue Grenzen ziehen

und Menschen müssen wieder

über Grenzen fliehen

Drum hat er diesmal

rückwärts an der Zeit gedreht

bis nach seinen Uhren - hier

ein neuer Krieg entsteht

 

Wie Ivan Grozny, Josef Stalin

ist er ein kranker Tyrannen-Sohn

und stürzt sein Reich - was kümmert´s ihn

von einer großen Kulturnation

immer weiter in die Barbarei

bis nach Kiew, Charkiw und Odessa

wo das Leid aus seiner Tyrannei

füttert - nimmersatte Menschenfresser

  

Wo Lustgewinn, wie Liebesrauschen

nach Raketen klingen,

wo sich die Töne dann vertauschen

zu Klageliedern, die wir singen,

da spielt er Schach mit den Figuren

in denen er sich selber sieht,

Caesar, Zar – die blut´gen Spuren

die er fahrig übers Schachbrett zieht

 

Der schlimme Mann aus Moskau

will nun neue Grenzen ziehen

und Menschen müssen wieder

über Grenzen fliehen

Drum hat er diesmal

rückwärts an der Zeit gedreht

bis nach seinen Uhren - hier

ein neuer Krieg entsteht

 

Er strauchelt schon – man kann es ahnen

weil Hochmut stets den Fall erzeugt

Nur Speichellecker halten ängstlich ihre Fahnen

in den Wind, der ihr eigenes Rückgrat beugt.

Die Karten sind verteilt und wohl auch gezinkt

bis zu seinem aller letzten Blanko-Blatt.

Selbst wenn er - auch jetzt noch - neue Trümpfe bringt,

steht der schlimmer Mann schon längst im Schach und Matt.

 

Ob Figurenschieben oder Kartenspiel,

ob Seiltänzer über einem Glut-Vulkan...

der schlimme Mann kennt nur sein eigenes Ziel

und lebt nur noch in seinem eigenen Wahn

Er hebt den Vorhang, spielt auf Bühnen

und weiß nicht wie die Stücke sind

Er spielt auf Sieg – um sich zu rühmen

bevor das Endspiel dann beginnt

 

Der schlimme Mann aus Moskau

will nun neue Grenzen ziehen

und Menschen müssen wieder

über Grenzen fliehen

Drum hat er diesmal

rückwärts an der Zeit gedreht

bis nach seinen Uhren - hier

ein neuer Krieg entsteht

 

II (Boxer)

Das Leid der Menschen ist nun unverstellt,

so nackt und grell wie ihre Sehnsucht

scheint - nach Freiheit, die sie am Leben hält,

zwischen Kämpfen, Bleiben und der Flucht!

Ein Boxer ist´s, der nicht vorm Kämpfen flieht

Verzweifelt wirft er seinen Faustschuh fort,

nur um zu bleiben, denn dort wo sein Kampfkleid liegt

ist sein Heimatort…..

 

                             

Foto: LICHT UND FENSTER, Hurup (Vendsyssel-Thy)
Foto: LICHT UND FENSTER, Hurup (Vendsyssel-Thy)

 

Brücken ohne Ufer

(inspiriert durch Elisabeth Oltzen)

 

Sagst "wir"

Meinst "dich"

Sagst "uns"

Denkst: "ich"

 

Redest mit mir

Zu dir

Hörst dich gerne reden

(so dass ich verstumme)

 

Über mein Schweigen

legst du deine Worte

wie ein Baumeister

seine großartigen Brücken

 

Doch du bist nur ein Rufer

auf diesen Brücken ohne Ufer

 

 

 

 

in Planung
in Planung

 

 

 

GLAUBE, Thisted (Vendsyssel-Thy) (Jacques Dulon)
GLAUBE, Thisted (Vendsyssel-Thy) (Jacques Dulon)

 

 

Leaving the table

(eine Verbeugung vor Leonard Cohen)

 

My doubts were always too strong

Raised by a restless surrender

What I did was never the best

And the faith I kept - it is gone

I think I have to confess

My readiness

 

I have crossed my world to ensure

There aren’t no greater defenders

What remains must be burnt

And later be cured

I think I have to confirm

That I´m concerned

 

I had to enter the Heartbreak Hotel

But I didn´t look up to the mourners

Not knowing who is ready to heal

And who will be burnt in the heartbroken hell

I think I have to conceal

That demon´s deal

 

There was someone who died in the morning

When we heard that song of a crooner

Being touched by love was always a crime

And you left me without any warnings

I think I have to define

That heart of mine

 

What you said and always proclaimed

Was a meaningless roar for believers

But I did believe you! - Whatever you meant

And that is really a shame

I think I have to defend

My very stand

 

You were demanding my love - I was so proud

For being your dirt dumping dealer

Directing our love from diamonds to dust

And from the fortune I fell back to the fraud

I think I have to mistrust

Your loveless lust

 

I was judged by my own successor

Who deleted my name in your schedule of love

Being back at the end of the queue

I need now a girl to address her

I think I have to endure

Not being pure

 

This morning I received a poem from your lover

He has scratched my name under that draft

He´s foolish as I was - such kind of kid

Can´t cope with you – he is only a cover

I think I have to admit

I wrote that shit

 

You know what I like – what I wanted to be

You are straight like a morningless noon

For love, you said, I will pay

But your spirit remains being free

I think I have to obey

… And pray

 

I m a teaser for tears, poet for pains

And yes – I was surely your groom

Always too weak and for not being stable…

Let me get out of the game

I think I have to be able

To leave your table

 

Als wir uns trafen **

… in einer Nacht in La Paz

 

Milliarden von Sternen im Fensterglas

Milliarden von Lichtpartikeln aus Staub

Legten sich auf das Großstadt-Gesicht

Brannten wie Kerzen dann nieder

In jener Nacht

Als ich schlaflos am Fenster stand

 

Millionen Steine geschichtet zu Türmen

Millionen Träume verfehlten ein Ziel

Skizzierten das Bild - des

Zukünftigen Morgens

Für jene Nacht

Als eine magische Kraft mich band

 

Tausend Fenster über blauem Asphalt

Tausend Adern durchflossen vom Strom

Lawinenblechartig, ja - woben

Eine Matte aus Licht

Für jene Nacht

Und setzten den Regen in Brand

 

Hundert - wie ich, die am Fenster standen

Hundert schlaflos in Bolivien, La Paz

Miraflores wurde zum Lichtpulsar

Der langsam verglühte

(vor dem Ende der Nacht)

Mit seinen Flecken am äußersten Rand

 

Zehn, die sangen, dass eine Stadt nicht mehr sein kann, als…*

Zehn, die an diese Liebeserklärung auch glaubten

Zu wenige vielleicht

Um das Glück hier zu finden

In diesem nächtlichen,

Parallel-universen Andenland

 

Einer wie ich – hier hoch oben am Fenster

Eine wie du – in den Schluchten, verloren

Durchbrach den Teppich

aus Regen und Licht

am Ende der Nacht

als eine neue Stadt vor meinen Augen erstand

 

Niemand der wusste, warum ich kam und dann blieb

Niemand der ahnte, was ich hier wohl suchte

In jenem Lichtpartikel-Tanz…

Der verglühte mit dem ersten Dämmerlicht

Als ich deine Hand

In der meinen fand

 

 

 

* der Anfang des Liedes von Pablo Milanes „Yolanda“:

Esto no puede ser no mas que una canción

Quisiera fuera una declaración de amor

(Dies ist nicht mehr, als ein Lied

Obwohl ich wünschte, es wäre eine Hymne an die Liebe)

 

** inspiriert von dem Gedicht "Die Stadt" der Lyrikerin „Frauke Krieger“ 

 

Cuando nos conocimos

...una noche en La Paz

 

Mil millones de estrellas en el vidrio de la ventana

Mil millones de particulas de la tierra

Yacían sobre el gran rostro de la ciudad

ardían como velas hasta el próximo mañana

En aquella noche

Mientras yo desvelado yacía frente a la ventana

 

Millones de piedras estratificadas en torres

Millones de sueños no encontraron un fin

Boceto de cuadro – del

Futuro mañana

por aquella noche

Como una fuerza magica me envolvió

 

Miles de ventanas sobre el asfalto azulado

Miles de venas atravesaron la corriente

Avalanchas de metal, si - tejieron

Un colchon de luz

Por esa noche

Y prendió fuego a la lluvia

 

Cientos como yo, parados frente a la ventana

Cientos de desvelados en Bolivia, La Paz

Miraflores pudo ser un pulsar de luz

De los que lentamente se extinguió

(antes del final de la noche)

Con sus manchas en el borde exterior

 

Diez, cantaban, que una ciudad no puede puede ser, mas que...

Diez, que tambien creyeron en esta declaración de amor

Muy pocos tal vez

Para encontrar aqui la felicidad

en esta noche

En un universo paralelo de los Andes

 

Uno como yo – aqui en un piso alto frente a la ventana

Uno como tú – en los barrancos, perdido

atravesó, el tapiz

de lluvia y luz

al final de la noche

como una nueva ciudad frente a mis ojos se yergue

 

Nadie supo, por qué vine y permanecí

Nadie sabia , lo que yo aqui busqué

En cada danza de particulas de luz -

Se quemó con el primer crepúsculo

Cuando tu mano

Encontré en la mia

 

(Übersetzung: Jenny Santivañez Guillen, La Paz)

 



Die zwei ungleichen Schwestern - Jacques Dulon

LICHT, Lübeck, www.jacquesdulon.com/luebeck
LICHT, Lübeck, www.jacquesdulon.com/luebeck

Dichten erlernen

(aus: Selbstgespräche mit dem literarischen ICH)

 

Kannst du das Dichten nicht lassen

Hebe dir wenigstens die edleren Themen

Für später auf - um sie – dann - als ein Meister zu fassen

(Das erspart dir den Spott - und vermindert die Tränen)

 

Doch für die ersten 1000 Jahre,

In denen du dir - als Dichter - deine Themen wählst

Nimm das allzu Bekannte – und zeig´ auf das einmalig Wahre,

Das du dir dann dichtend neu erzählst

 

Wähle den Karton – in dem man sonst Schuhe verkauft

Nun aber sterbende Fische liegen

Erzähl von ihrer Sehnsucht - nach einem Wasserlauf

Und auch von den Schuhen – mit ihrem Traum vom Fliegen

 

Wähle das Streichholz – verbrannt! - und kleide

Die Suche nach seinem inneren Glühen

In einen Kampf ohne Hoffnung - doch vermeide

Den Quatsch vom… : Es zählt das Bemühen

 

Wähle... - nun gut! du leidest ja Qualen -

Schlussendlich auch Dich –, und schreibe, wie du deine Sehnsucht stillst

Damit all die edleren Themen dann später erstrahlen

In einem schöneren Garten – und jetzt schreib über dich! - was du willst...

 

 

 

 

LEERE UND RAUM, Leipzig
LEERE UND RAUM, Leipzig
LEERE UND RAUM, Leipzig
LEERE UND RAUM, Leipzig

 

 

 

All dies geschieht

 

Bäume brechen Asphalt auf

Splitternde Äste fallen

Im Nachtfrost

 

Birken beleuchten ihr Weiß

 

Ein sich mühender Wurm

Überquert eine Klippe

(ein anderer ist schon erfroren)

 

All dies geschieht

Im Scheinwerferlicht

einer rasenden Zeit

 

Die Überfahrt - Jacques Dulon
Die Überfahrt - Jacques Dulon

Neue Aufnahme

Foto: Art Work - Jacques Dulon

Ankündigung: Das Wüstentier (Der Sohn V) - ein Audio-Text von Jacques Dulon, demnächst an dieser Stelle

Zwischen Wänden

(aus: Lücken der Liebe)

 

Vereinzelt dein Wort

Auf Tapeten gebügelt

Dass der Raum

Zwischen mir und dem Zimmer

Nicht leiser erscheint

 

Ohne Dich

 

IM LICHT DEIN SCHATTEN, Haderslev (Jacques Dulon)
IM LICHT DEIN SCHATTEN, Haderslev (Jacques Dulon)

 

 

 

 

auf einer Baustelle

 

Maurer lachen gern

Das kann ich euch sagen

Wenn sie die Zementsäcke

Über die Baustelle tragen

Und sie pfeifen dabei

Ganz locker den Mädchen hinterher

 

Locker Pfeifen ist ganz schön schwer

 

 

 

DIE VERFOLGUNG, Tübingen (Jacques Dulon)
DIE VERFOLGUNG, Tübingen (Jacques Dulon)

 

 

 

Eine Freundin...

(aus: Lücken der Liebe)

 

...rief mich neulich an,

eine Freundin,

die mir manchmal noch richtig fehlt

Sie sagte: tut mir leid, wirklich

Ich habe mich verwählt

 

 

FENSTER IM FENSTER, Lübeck (Jacques Dulon)
FENSTER IM FENSTER, Lübeck (Jacques Dulon)

 

 

 

Was wird bleiben (von meiner Dichtung)?

(aus: Selbstgespräche mit dem literarischen ICH)

 

Wird ein einziger Zyklus oder nur ein Poem

Vielleicht nur ein Satz, ein vereinzeltes Wort

Die Reise durch zukünftige Zeiten überstehen?

Was wird von mir bis in die weitere Zukunft reichen?

und ohne mich leben, denn ich leb´ nicht mehr dort

 

Was wird bleiben…? - Welch´ sinnlose Frage !

Doch hätt´ ich die Wahl – Ich sagte es nicht!

Nun ganz ohne Macht, (was auch immer ich sage)

Wähl ich mir - ein einziges Zeichen:

den - Gedankenstrich       

 

 

 

Bekenntnisse

 

ich kann nichts, was keiner kann

und was ich kann, können viele besser

ich weiß auch nichts, was keiner weiß

was ich weiß, schnitt ich

mit einem... wohl zu kleinen Messer

bruchstückhaft

aus einem größeren Ganzen

 

mein Tun ist ersetzbar

ich hinterlass´ keine Lücken

so war es schon früher

so wird es auch bleiben

 

mein Glaube ist schwach

von Zweifeln zersetzt

aber er ist immer noch da,

wie das funktionslose Pendel

einer eingerosteten Uhr

 

ich kenn´ keinen Sinn,

kein Wofür und Warum

und verlangt man von mir,

ein Zeichen, mit dem ich

Rechenschaft gebe…:

Seht her: Ich lebe

 

ROTE BLUME VOR ROTER WAND, Ludwigslust (Jacques Dulon)
ROTE BLUME VOR ROTER WAND, Ludwigslust (Jacques Dulon)

 

 

 

Herzgewalten

(aus: Lücken der Liebe)

 

Vielleicht solltest du ihr noch mal schreiben?

sagte mein Herz –

Und mein Verstand:

Lass es lieber bleiben!

 

Ich folgte meinen Herzgewalten

Doch mein Verstand sollte recht behalten

 

 

 

AUFBRUCH, Colmar (Jacques Dulon)
AUFBRUCH, Colmar (Jacques Dulon)

 

M-Trick

(aus: Buchstaben-Ballett)

 

Sprach das M:

Schau was ich kann -

Einen Kopfstand!

 

Und es verschwand

durch diesen Dreh

Und es entstand

das große W

 

Ich auch,

antwortete das S

(Doch leider blieb der Trick bis heute unentdeckt)

 

 

 

DANCERS IN THE SHADOW, Berlin (Jacques Dulon)
DANCERS IN THE SHADOW, Berlin (Jacques Dulon)

kein Brief

(aus: Lücken der Liebe)

 

Die Spinne,

die 

beim Nahen des Trägers

sich nicht mehr erschreckt;

die

ruhig in den Weben

vor dem Schlitz verharrt;

will

mein Warten auf Nachricht

von Hoffnung befreien

 

BLAUES LICHT, Berlin (Jacques Dulon)
BLAUES LICHT, Berlin (Jacques Dulon)

Unerhörter Weggang

(aus: Lücken der Liebe)

 

Von deinen Schuhen

Fiel

Der Klang

Deiner Schritte

Weich und leise

Auf meinen Teppich

 

So blieb

Dein Fortgang

Unerhört

In meinem Zimmer

Einfach liegen

 

 

 

Foto: SCHATTENTÄNZERIN, Daun www.jacquesdulon.com/whats-new

 

Snow in the Mountains 

(Against any cultural discrimination & for Nûdem Durak)

 

Snow in the mountains

They are covered with light

The hills are reflecting

This indescribable white

But don´t ask any questions

Don´t dig too deep

You may fall onto others

Considered as weed

 

Snow in the mountains

Deep in the night

All hills are now weeping

With an indescribable sigh

You could hear the answer

You can smell the blood

You will fall onto others

You may stick into mud

 

Snow in the mountains

So innocently bright

But your voice start singing

With no reason to hide

You are now in prison

Keep acting as strong

As your voice in the mountains

Keep singing your song

 

Foto: ABEND AM MEER, Læsø www.jacquesdulon.com/whats-new

 

Next to Arica - ein Chanson

(I can see your face from here) 

 

I look from the top of a sandy dune

Where I call the pebbles with the names I know

You’ve left the beach in the afternoon

Ten thousand miles from here – a year ago

My very Sweet, my All-Time-Dear

I wish you would – you will appear

 

I hide your name - but the open sea

Or the waves perhaps – express my emotion

I’m still bound to you because you are free

Compared to the wind over the ocean

My very Sweet, my All-Time-Dear

I wish you would – you will appear

 

I’ve changed my place – that Priwall Beach...

(Where we laid in the dune close to each other)

… Is now replaced by the one I’ve reached

Here in Chile – Will I find a new lover?

My very Sweet, my All-Time-Dear

I wish you would – you will appear

 

The weather is grey – like all reminders of you

At my back I know there is the desert I’ve crossed

And some dark-eyed ladies* (but only a few) /*strangers

Taught me the way to forget what I’ve lost

My very Sweet, my All-Time-Dear

I wish you would – you will appear

 

We were designed for the North – refusing all orders

But here in the South I have to obey

The signs of clouds from the Bolivian Border

Or that image of you in the dune where I stay

My very Sweet, my All-Time-Dear

I can see your face from here

Now I see your face from here 

10 Fragen des Lübecker Lyriktreffs

 

Wer bist du?

Ein Mensch, der nach Ausdrucksmöglichkeiten sucht und manchmal - in glücklichen Momenten - auch die geeigneten findet…

 

Was inspiriert dich?

Töne, Gerüche, Wörter, Bilder, Musik, Gehörtes, die Stille, Landschaften, Erinnerungen – eigentlich alles, sobald es mich berührt.; im Positiven - wie auch im Negativen

 

Womit schreibst du am liebsten?

Mit Humor und dem eigenen PC – weil Texte bei mir in einem längeren Prozess entstehen, und ich sie nicht mit jeder neuen Arbeitsfassung erneut abschreiben möchte…

 

Was wäre eine Welt ohne Poesie für dich?

Soll ich frei nach Nietzsche antworten? - Ein Irrtum…!? aber nein… Poesie entsteht doch von ganz allein in allen Freiräumen - in denen des Denkens, Fühlens, Sprechens, Spielens…. Wer Freiräume durch Intoleranz, Rechthaberei, Abgestumpftheit zerstört, vernichtet damit auch immer die eigenen Wurzeln seiner Poesie.

 

Hast du Lieblingswörter?

Oh ja - Immer die, die mich gerade zu einem neuen Text inspirieren.

 

Wofür müsste ein Wort erfunden werden?

Ich hoffe, dass das Erfinden von Wörtern eine Hauptaufgabe der Poeten bleibt und ihnen dieser Kreativraum auch nicht genommen wird.

 

Gibt es verschwindende Wörter, die du gerne retten würdest?

Nein…. Wörter zu retten, betrachte ich nicht als meine Aufgabe. Sie besuchen mich für eine Zeit, wir arbeiten zusammen und anschließend verlassen sie mich wieder... Dass sie verschwinden, hat für mich etwas ganz natürliches. Und im besten Fall, haben sie mich durch ihre Anwesenheit ein klein wenig gerettet. 

 

Hast du ein Zitat, das dich durch das Leben begleitet?

Ja, es gibt viele Sätze von geistreichen und humorvollen Menschen, die mich zum Nachdenken verführt haben… und zum Schmunzeln. Aber ich betrachte sie nie als Gebote. Sie sind keine Dogmen, sondern fordern mich manchmal sogar zum Widerspruch auf.

 

Welche Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Jetzt schlage ich einmal ganz kräftig die Werbetrommel für die Bücher von Erri de Luca, sowie die beiden großen Romane von Gao Xingjian; für die außergewöhnliche Clarice Lispector, die wortschöpferische Marcia Bodrožić und die uns menschlich ermahnende Olga Tokarczuk…. Soll ich weitermachen?

 

Welche "gute Medizin" würdest du der Welt gerne verordnen?

Keine – denn der sogenannte Patient ist mir ein paar Nummern zu groß. Aber vielleicht sind wir ja die Kranken, die eine Medizin benötigen. 

 

 

 

in Planung
in Planung

Unfertiges oder Eine Verbeugung vor Ringelnatz

(inspiriert durch Susanne Kaffka)

 

   Eine Idee traf beim Spazierengehen

auf eine Frage - und grüßte mit vertrauten Sätzen:

„Sind wir nicht Schwestern derselben Art,

gehen schwanger, drehen uns im Kreis

und sind - wie ich es seh – mitunter sehr euphorisch?“

   Die Frage blieb natürlich stehen -

im Raum… und - erzeugte dort Entsetzen -

doch keine Antwort! - die blieb ausgespart

denn eine Frage, die schon die Antwort weiß

verliert an Renommee und wird rhetorisch

 

   So blieb sie eine Weile stumm deswegen

und tippte trotzig auf die Armbanduhr,

(die ja nur die Zeit anzeigt).

Wie könnt´ sie digital auch eine Antwort ticken

oder analog: beim Drehen? – da sie von 0 bis 12 im Kreise rennt

   Die Frage lachte laut, ja dumm-verlegen

und tat - als käm´ ihr Lachen nur

weil sie gerad´ etwas entdeckt und schweigt…

Man wird die Antwort mal selbst wohl irgendwo erblicken,

und verstehen. Dann reduziert die Frage sich: zum Fragment

 

   Nachgefragt: -...und was geschah mit der Idee ?

- Die setzte den Spaziergang fort

und wurd´ tatsächlich laufend schwanger...

traf dann die Logik, hielt sie fest

und lebte gut versteckt (mit ihr) - in Liebe vis-à-vis

   Wenn ihr mich fragt… - wie ich es seh -

betrieb sie ihren Zeugungsakt als Freizeit-Sport,

bis heut´! - Befruchtet sich – gebärt mit Jammer

in die Praxis – weil sie dort auch Federn lässt -

denn perfekt - ist ihre Rolle nur - als Nackte Theorie

 

 

 

Ankündigung: Farewell in Blue (Next to Pilat) - ein Lied-Text von Jacques Dulon, demnächst an dieser Stelle

 

 

in Planung
in Planung
Illustration: Soheyla Sadr
Illustration: Soheyla Sadr
DAS PAAR UND DAS MEER (2), Schlei-Förde (www.jacquesdulon.com/people)
DAS PAAR UND DAS MEER (2), Schlei-Förde (www.jacquesdulon.com/people)

 

DAS PAAR UND DAS MEER (1), Porto (www.jacquesdulon.com/people)
DAS PAAR UND DAS MEER (1), Porto (www.jacquesdulon.com/people)

Texte dieser Seite

 

24.02.2022 (nicht mehr auf dieser Seite)

All dies geschieht

Als wir uns trafen (Eine Nacht in La Paz)

Asche wie Schnee 

Auf den Adel kommt es an (Ein Gartenzwerg-Epos) (neuer Text)

Auf der Baustelle

Ballade vom Wein in Aveiro

Bekenntnisse 

Brücken ohne Ufer

Brücken (Zwischen den Seelen) 

Countdown (ins Beschränkte) (nicht mehr auf dieser Seite)

Das Albino-Reh (nicht mehr auf dieser Seite)

Das Wüstentier (Der Sohn V) (angekündigt)

Dein Nicht-Nein 

Der anarchistische Dichterfürst (nicht mehr auf dieser Seite)

Der Elch II (nicht mehr auf dieser Seite)

Der Fremde (Wie er war, als er ging) (nicht mehr auf dieser Seite)

Der schlimme Mann

Der Sohn III (Brücken ohne Ufer) (neuer Text)

Dichten erlernen

Die Klobrille (neuer Text)

Die Nacht vor dem Frühling (Der Wanderer)

Die Poeten (nicht mehr auf dieser Seite)

Dieser seltsame Reiter (Der Sohn I) (nicht mehr auf dieser Seite)

Eine Freundin

Erkennen (nicht mehr auf dieser Seite)

falscher Anfang (nicht mehr auf dieser Seite)

Farewell in Blue (Next to Pilat) (angekündigt)

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Hey Jim (Sunset over Zanzibar)

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Next to Arica (I can see your face from here) 

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Sinn als Zweck (oder: Eine kleine Exkursion) (nicht mehr auf dieser Seite)

Snow in the Mountains

Tajuras Lied 

Unerhörter Weggang

Unfertiges oder Eine Verbeugung vor Ringelnatz 

Vollmond oder Eine alte Liebe (neuer Text)

Was wird bleiben (von meiner Dichtung)?

Was zu tun ist (nicht mehr auf dieser Seite)

Wir (als Verneinung) 

Wir (in der Vergangenheitsform) (nicht mehr auf dieser Seite)

Wo dein Sternbild mir leuchtet (Der Sohn IV)  

Zwei Panzer (vor Kiew) (nicht mehr auf dieser Seite)

Zwischen Wänden

last update 01.12.2022